Neuroscanbalance verbindet Wissen aus Neurobiologie, Psychologie und Physik. Die Methode nutzt präzise Bewegung, um das Gehirn zu beeinflussen und seine Entwicklung zu begleiten. Entscheidend ist vor allem der Weg, auf dem eine Fähigkeit entsteht. Das Ergebnis zeigt nur, ob etwas gelingt. Der Weg zeigt, wie das Nervensystem organisiert ist.
Wenn eine Bewegung sich schwer anfühlt oder nur mit großem Aufwand gelingt, arbeitet das Nervensystem unklar. Dann entstehen Spannungen, die zu viel Muskelkraft binden. Das erhöht die Erregung in den Bereichen des Gehirns, die die Muskulatur steuern. Auf Dauer kann das andere Hirnbereiche belasten und die Entwicklung neuer Fähigkeiten einschränken. Die Folge ist ein Verlust an Leichtigkeit und Lebensqualität.
Frühe Erfahrungen prägen, wie effizient das Nervensystem später arbeitet. Wer sich selbst klar organisieren kann, kann auch seine Umgebung gestalten und leichter in Beziehung gehen. Beides gehört zu den grundlegenden Bedürfnissen eines Menschen.
Jede Fähigkeit zeigt sich in Bewegung, ob körperlich, sozial, emotional oder gedanklich. Deshalb verrät die Qualität der Bewegung mehr über die Arbeit des Gehirns als das sichtbare Ergebnis.
Damit das Nervensystem sich gesund entwickelt, braucht es Wissen über seine Reifung und über die richtige Nutzung von Skelett und Muskulatur. Wenn überflüssige Kraft vermieden wird, entstehen Bewegungen, die leicht und frei wirken. Das erweitert die Handlungsmöglichkeiten eines Kindes in seiner Welt.
Organische Entwicklung entsteht, wenn viele Details stimmen. Dazu gehören die natürliche Reihenfolge der Reifung im Nervensystem und die genaue Zusammenarbeit von Knochen und Muskeln. Wenn dies gelingt, zeigt sich Entwicklung in einer deutlich höheren Lebensqualität.
Lerne, dein eigenes Nervensystem zu nutzen. Was dir hilft, hilft auch deinem Kind.
Gerade das kindliche Gehirn lernt über Nachahmung. Dafür sorgen die Spiegelneuronen: Sie feuern, wenn dein Kind selbst handelt. Und sie feuern genauso, wenn es dich dasselbe tun sieht.
In unseren Ausbildungstrainings erleben wir es immer wieder: Sobald Eltern sich selbst aus zwanghaften Ver-Haltens-Mustern lösen, überträgt sich diese Veränderung unmittelbar auf ihr Kind, noch bevor das Kind selbst eine einzige Lesson durchlaufen hat.
Bei Eltern, und bei Erwachsenen allgemein, folgt NeuroScanBalance® einer klaren Vorgehensweise. Wir spüren neurologische „Brandherde" im Gehirn auf: Areale, die unbemerkt aktiv bleiben und in Dauererregung verharren. Die Muskelspannung spiegelt diese Dauererregung wider und bringt das Skelett aus seiner tragfähigen Ordnung.
Wenn das Skelett seine Aufgabe als Lastenträger nicht mehr erfüllen kann, springt die Muskulatur ein. Eigentlich bewegt sie den Körper. Nun trägt sie ihn zusätzlich und übernimmt eine Arbeit, für die sie nicht gemacht ist.
Hier beginnt eine Spirale. Neue Spannungen entstehen, immer mehr Hirnareale schalten sich ein, und der Körper rutscht in eine chronische Übererregung. Sie führt zu Erschöpfung, zu Schmerzen und zu eingeschränkter Bewegung. Und das oft, obwohl du das Gefühl hast, „doch gar nichts getan zu haben".
